HANDWERKSBETRIEB GRÜNDEN: IN 7 SCHRITTEN ZUM EIGENEN HANDWERKSBETRIEB

Die Handwerksbranche gehört zu den größten Branchen in Deutschland und erlebt derzeit einen starken Boom. Die allgemeine Auslastung der betrieblichen Kapazitäten hat zuletzt stark zugenommen. Fast jeder fünfte Betrieb verzeichnet mehr Aufträge und fast jeder dritte mehr Umsatz.
Wer sich dazu entscheidet sein eigener Chef zu sein und/oder bereits in der Vergangenheit im Handwerk gearbeitet hat, kann einen Handwerksbetrieb selbst gründen. Die SDH – Servicegesellschaft Deutsches Handwerk erklärt in 7 Schritten, was es bei der Gründung eines Handwerksbetriebs zu beachten gilt.

1. Schritt: Voraussetzungen prüfen

Bei der Existenzgründung im Handwerk ist eine der ersten Fragen, die man beantworten sollte, ob man einem zulassungsfreien oder zulassungspflichtigen Handwerk angehört. Beim zulassungspflichtigen Handwerk gilt die Meisterpflicht. Die Meisterpflicht bedeutet, dass die Berufe nur dann ausgeübt werden können, wenn der Handwerker die Meisterprüfung in diesem Handwerk abgelegt und einen Meisterbrief hat. Es wird empfohlen zu überprüfen, ob für den Beruf in dem man sich selbstständig machen möchte eine Meisterpflicht besteht. Gehört man einem Gewerbe mit Meisterpflicht an, muss man sich bei der Existenzgründung in die Handwerksrolle eintragen lassen. Der zulassungsfreie Handwerker kann sich ohne weitere Zulassungsvoraussetzungen selbstständig machen. Die Ausübung der Tätigkeit muss allerdings unverzüglich bei der Handwerkskammer angezeigt werden. Handwerksähnliche Gewerke sind beispielsweise Bodenleger, Änderungsschneider und Daubenhauer. Eine weitere Alternative, um die Voraussetzungen bei der Gründung eines Handwerksbetriebes ohne Meister zu besitzen ist ein Betriebsleiter mit Meisterzeugnis einzustellen. Für den Betriebsleiter genügt es, wenn er mit der entsprechenden Qualifikation, sprich das Meisterzeugnis besitzt und in der Handwerkskammer eingetragen ist.

2. Schritt: Marktanalyse

Wenn sich ein gewerblich tätiger Handwerker, egal ob als Geselle oder leitender Angestellter, dazu entscheidet, in seinem gelernten Beruf einen neuen Betrieb zu gründen, ist dies oft mit gewissen Risiken verbunden. Diese Risiken lassen sich jedoch durch eine vor der Gründung des Unternehmens durchgeführte Marktanalyse gut einschätzen. Durch die hohe Konkurrenzsituation ist der Handwerker regional gebunden und kann deshalb seine Kunden meistens nur aus unmittelbarer Nähe betreuen. Der lokale Markt ist daher von entscheidender Bedeutung bei der Neugründung eines Handwerksbetriebs.

Hierfür lohnt sich im Vorfeld eine genaue Analyse:

  • - Wie groß ist die Zielgruppe, die erreicht werden soll?
  • - Welcher Bedarf besteht für das entsprechende Handwerk?
  • - Wie viel Konkurrenz ist bereits im gleichen Tätigkeitsbereich vorhanden?

Ohne genauer Überprüfung der oben genannten Punkte kann eine neue Existenzgründung schnell scheitern. Für eine erfolgreiche Betriebsgründung lohnt es sich bei der Marktanalyse genügend Zeit zu investieren.

3. Schritt: Businessplan

Jeder, der sich dazu entscheidet einen neuen Betrieb oder eine Firma zu gründen, sollte einen Businessplan schreiben. Der Businessplan ist eine ausgearbeitete Zusammenfassung der Geschäftsidee mit einem Plan zur Umsetzung. Der Businessplan ist sehr sinnvoll und hilfreich, da dieser als Vorlage bei Banken und Behörden für Kredite und Förderungen helfen kann.

Die Inhalte eines Businessplan sind:
  • - die Prüfung der Durchführbarkeit des Vorhabens
  • - die Kommunikation mit potenziellen Finanzierungs- oder Kooperationspartnern
  • - Planung und Kontrolle des unternehmerischen Vorhabens
  • - Beschreibung der angebotenen Dienstleistungen
  • - Beschreibung der angebotenen Dienstleistungen
  • - Analyse vom Markt und Wettbewerb
  • - Marketing – und Vertriebsplan
  • - Benötigtes Personal
  • - Skizzierte Organisationsstruktur
  • - Beschreibung der wichtigsten Realisierungsschritte
  • - Diskussion über die Chancen und Risiken
  • - Detaillierte Finanzplanung
  • - Mögliche Finanzierungsalternativen sowie Fördermittel

4. Schritt: Rechtsform wählen

Bei einer neuen Unternehmensgründung ist die Rechtsform generell sehr wichtig. Wenn Sie als Handwerker eine Handwerksfirma gründen möchten, sollten Sie sich überlegen, welche Art von Rechtsform Sie wählen. Zwei Faktoren, die bei der Unternehmensgründung eine entscheidende Rolle spielen sind das zur Verfügung stehende Stammkapital und die Anzahl der Gründer.

5. Schritt: Handwerksbetrieb anmelden

Sie müssen das Handwerk Gewerbe anmelden, nachdem Sie sich für eine Rechtsform entschieden haben. Die Gewerbeanmeldung für den in Zukunft gewerblich tätigen Handwerker erfolgt durch die Gewerbeanmeldung, jedoch muss vorab die Eintragung in die sogenannte Handwerksrolle geschehen. Die Gewerbeanmeldung kann beim Gewerbeamt vorgenommen werden. Nach der erfolgreichen Gewerbeanmeldung schickt Ihnen das Finanzamt in der Regel alle benötigten Unterlagen zu. Die neue Firma muss zudem bei der Berufsgenossenschaft angemeldet werden. Für Handwerksbetriebe gilt die Pflichtmitgliedschaft in einer Handwerkskammer. Bei der Anmeldung eines Gewerbes ist die Mitgliedschaft in der für Sie zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) ebenfalls Pflicht.

6. Schritt: Kundenakquise

Wenn Sie die bis zu diesem Zeitpunkt nötigen Voraussetzungen für die Selbstständigkeit im Handwerk getan haben, kommt mit einer der wichtigsten Aufgaben für die neuen Unternehmer: die Kundenakquise. Bei der Neugründung einer neuen Firma im Handwerk gibt es gute Chancen durch eine sehr hohe Nachfrage ausreichend viele der potenziellen Kunden zu erhalten. Wichtige Kanäle, die zur Gewinnung neuer Kunden genutzt werden sollte sind Anzeigen in lokalen Medien - im besten Fall mit einer gewissen Affinität zum Handwerk. Mit der Internetpräsenz gibt es eine weitere Möglichkeit um auf sich aufmerksam zu machen. Dazu gehört eine gut auffindbare und einfach gehaltene Webseite sowie eine eigene Facebook- und/oder Instagram-Seite. Einer der einfachsten Wege erste Auftraggeber zu finden ist durch Mund-zu-Mund-Propaganda: hierbei sollte der angehende Inhaber des Handwerksbetriebs allen seinen Freunden, Verwandten und Bekannten von seinem Geschäftsmodell erzählen und diese dazu ermutigen die Neuigkeiten in ihrem Umfeld zu verbreiten. Vor allem nach der Eröffnung eines neuen Geschäfts ist die Kundenbindung besonders wichtig. Eine Möglichkeit um die Beziehung zum Kunden bereits von Anfang an zu stärken, ist dem Kunden beispielsweise bei der ersten Bestellung einen Rabatt zu gewähren. Durch die Kundenbindung entstehen möglicherweise Stammkunden, die öfters in dem Handwerksbetrieb einkaufen/bestellen werden.

7. Schritt: Handwerksbetrieb ausstatten

Nachdem die obigen Schritte alle erledigt sind benötigt jeder Handwerksbetrieb noch die für ihn passende Ausstattung. Dabei sind die Werkzeuge, die je nach ausübenden Handwerksberuf variieren, von großer Bedeutung. Ein gewerblich genutztes Fahrzeug ist wichtig, um zum Auftraggeber zu gelangen. Oftmals ist die Neuanschaffung eines neuen Handwerkerautos für Betriebe eine große finanzielle Herausforderung. Als gewerblich tätiger Handwerker haben Sie die Möglichkeit mit dem SDH-Abrufschein beim Fahrzeugkauf Geld zu sparen. Als bezugsberechtigtes und registriertes SDH-Mitglied erhalten Sie Sondernachlässe für den Erwerb (Kauf, Finanzierung, Leasing) eines Firmenwagens mit dem Abrufschein der SDH. Die prozentualen Nachlässe unterscheiden sich je nach Hersteller, es lässt sich aber auf jeden Fall deutlich sparen.

SDH: Ihr Partner für Handwerker

Wenn Sie sich entschieden haben einen neuen Betrieb im Handwerk zu gründen, sollten Sie die in diesem Artikel aufgelisteten 7 Schritte beachten. Die SDH – Servicegesellschaft Deutsches Handwerk GmbH hilft Handwerkern beim gewerblichen Fahrzeugkauf mit dem Abrufschein und mit weiteren Leistungen der SDH-Partner. Beim Partner Vodafone erhalten Sie unter anderem einen speziellen SDH-Rabatt ab drei Verträgen auf die Red Business Tarife S+, M+ und L Europe+. Bei dem SDH-Partner Enterprise ist für SDH-Mitglieder die Auslandsversicherung inklusive. Eine Übersicht der verschiedenen Partner finden Sie hier.

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Das sagen unsere Kunden


  • Durch die Angebote der SDH war es uns möglich, ein Fahrzeug wesentlich günstiger zu erwerben. Gerne spreche ich eine Empfehlung für die SDH aus, da die Abwicklung schnell und problemlos funktionierte.

    Martin Trautmann,
    Orthopädieschuhtechniker in Irsee

  • Ich würde das SDH-Angebot definitiv an meine Handwerkskolleginnen und -kollegen weiterempfehlen. Da ist für alle Anforderungen des Handwerker-Alltages was dabei.

    Jörg Ripertinger,
    Montagebetrieb in Moosach

  • Die Abwicklung mit der SDH war sehr einfach. Ich musste nur noch kurz das Unternehmen registrieren, damit ich alle weiteren Konditionen der SDH einsehen konnte.

    Michael Meyer,
    Baumgarth Aufzüge in Bremen