Hybrid- und Elektrofahrzeuge im Handwerk

Elektroantriebe oder hybridbetriebene Fahrzeuge? Auch das Handwerk muss sich in Zukunft bei der neuen Anschaffung eines neuen Transporters oder Nutzfahrzeug Gedanken machen. Ein entscheidender Aspekt dabei ist, in wie weit sich die Mobilität für gewerblich tätige Handwerker verändern wird.

Hybridfahrzeuge

Ein Auto mit Hybridantrieb besitzt mindestens zwei verschiedene Antriebsarten. Wenn ein Auto einen hybriden Antrieb besitzt, bedeutet dies, dass es sich um kein „antriebsloses“ Fahrzeug handelt. Hybrid bedeutet also, dass das Auto einen Elektroantrieb und einen mit Benzin betriebenen Antriebsmotor besitzt.

Die EU hat hierfür folgende allgemeingültige Definition verfasst: Im Fahrzeug müssen mindestens zwei Energieumwandler und mindestens zwei Energiespeichersysteme vorhanden sein.

Ein Ottomotor wird mit Benzin betrieben. Dieser Motor benötigt einen Kraftstofftank, den der Autobesitzer an Tankstellen füllen muss, bevor die Fahrt angetreten wird. Ebenfalls muss natürlich ein mit Diesel betriebenes Auto vor der Fahrt mit dem richtigen Kraftstoff getankt werden. Der Energiespeicher des Elektromotors wird Akkumulator genannt und kann an einer Steckdose aufgeladen werden – wie beispielsweise Akkuschrauber, Handys oder ein Laptop.

Die Vorteile von Hybridautos

  • Die Vorteile von Verbrennungsmotoren und Elektroantrieben werden kombiniert.
  • Da ein Elektromotor bereits im niedrigen Drehzahlbereich einen hohen Wirkungsgrad aufweist, ist er besonders gut zum Anfahren und für niedrige Geschwindigkeiten geeignet.
  • Der Verbrennungsmotor arbeitet bei hohen Drehzahlen besser.

Elektrofahrzeuge

Ein Elektrofahrzeug wird mit elektrischer Energie angetrieben. Den Fahrzeugen wird die Antriebsenergie in Form von elektrischer Energie hinzugefügt. Die Energie für die Elektroautos kann an dafür vorgesehene Ladestationen und mit einem dafür geeigneten Kabel am Hausstrom geladen werden. Die Ladezeit wird in Kilowatt berechnet. Die Ladezeit für das Fahrzeug beeinflusst, je nachdem wie viel Kilowatt Sie für die Fahrt benötigen und welches Auto Sie fahren.

Die Vorteile von Elektrofahrzeugen

  • lokal kein Ausstoß von CO2-Emissionen
  • geringere Betriebskosten: Strom günstiger als Benzin oder Diesel
  • E-Autos mit weniger Verschleiß
  • Unterhaltskosten durch Steuervergünstigungen niedrig
  • geräuscharmes Fahren

Die Batterieherstellung bleibt ein Problem!

Ein Problem, das immer noch besteht, ist die Batterieherstellung. Die Entwicklung einer Batterie, die bei der großen Energieerzeugung nicht überhitzt, hat viele Jahre gedauert. Bisher können E-Mobile bei der Reichweite nicht mit den Verbrennmotoren mithalten. Kleinere Modelle müssen bereits nach nur 150 Kilometern an eine Ladestation, der Durchschnitt der Elektrofahrzeuge hat eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern.
Die Batterie-Technologie soll in den nächsten Jahren weiter verfeinert werden. Die Kapazität der Batterien soll sich um ein Vielfaches verbessern. Ebenfalls soll die Batterie durch Umgebungsluft zusätzliche Energie erzeugen können. Die Wunschvorstellung vieler ist, dass die Kapazität steigt, das Gewicht aber nicht zunimmt. Der Preis soll sich dabei auch nicht erhöhen.

Die Autohersteller, die bereits Elektroantriebe und Plug-in-Hybride anbieten:

Citroën

Citroën hat den Berlingo mit einer neuen Motorengeneration ausgestattet. Diese erfüllt die neue Abgasnorm Euro 6d-Temp, was den Transporter sicher vor den Fahrverbotszonen macht.

Evum

Evum Motors ist ein neuer Anbieter, der auf der diesjährigen IAA 2019 in Frankfurt mit dem A-Car einen Elektrotransporter vorgestellt hat. Der Allradler soll Transportaufgaben in den Bereichen Gewerbe, Industrie und Freizeitanwendungen übernehmen. Wesentliche Merkmale des Transporters sind neben dem elektrischen Allradantrieb die modulare Konzeption mit einer Nutzlast von bis zu einer Tonne.

Fiat

Der italienische Automobilhersteller Fiat bringt mit dem Fiat Ducato erstmals ein rein elektrisch angetriebenen Transporter auf den Markt. Der E-Ducato wird nach Herstellerangaben bis zu 17 Kubikmeter Ladung transportieren können und eine Reichweite zwischen 220 und 360 Kilometer besitzen.

Ford

Ford hat den Tourneo Custom mit einem Plug-in-Hybrid ausgestattet. Im rein elektrischen Fahrmodus stößt der Transporter lokal keine Emissionen aus, so das Versprechen von Ford. Die Reichweite rein elektrisch wird mit 50 Kilometern angegeben. Wenn der 1,0-Liter-Ecoboost-Benzinmotor als Range Extender (Reichweitenverlängerung) genutzt wird, steigt dadurch die Gesamtreichweite auf rund 500 Kilometer.

Mitsubishi

Mitsubishi hat den L200 neu auf den Markt gebracht. Der Pick-up zeichnet sich durch schadstoffärmere Motoren und zahlreiche Ausstattungsoptionen aus. Der L200 wird mit Club-Cab oder Doppelkabine angeboten. Der Pick-up ist in drei Ausstattungslinien zu haben. Ein neuer 2,2 Liter großer und 150 PS starker Dieselmotor ist mit zwei verschiedenen Allradsystemen kombinierbar.

Nissan

Beim neuen Nissan Navara verbauen die Japaner die Mehrlenkerhinterachse. Mit dem 2,3 Liter großen Dieselmotor verspricht sich Nissan mehr Effizienz. Nach Herstellerangaben verbraucht der neue Navara nun sieben Liter auf 100 Kilometern.

Opel

Opel hat zusammen mit dem Allradspezialisten Dangel den Combo Cargo zum Offroader gemacht. Damit wird der Lieferwagen auch für Fuhrparks interessant, deren Handwerkerautos regelmäßig in Neubaugebieten oder zu Kunden abseits befestigter Straßen unterwegs sind. Den Aufpreis für das 4x4-System kostet laut Opel 6400 Euro, zuzüglich 1000 Euro für die 4x4-Unterbauvorbereitung. Die Opel-Combo-Cargo-Fahrer können per Drehschalter zwischen zwei Fahrmodi wählen: ECO 2WD und Auto 4 WD.

Peugeot

Der neue Peugeot Boxer hat neue Motoren: Das Dieselaggregat hat 2,2 Liter und kann mit 122, 140 und 165 PS bestellt werden. Alle Ausbaustufen erfüllen laut Peugeot die Euro-6d-Temp-Norm. Der rein elektrisch angetriebene Boxer kommt im Herbst 2019 auf den Markt.

Renault

Der Master präsentiert sich jetzt noch vielseitiger.
Es ist eine individuelle Anpassung im Fuhrpark möglich: Es gibt drei Radstände (von 3,18 bis 4,33 Meter) und vier Längen (von 5,08 bis 6,88 Meter) sowie zwei Laderaumhöhen (1,70 bis 2,14 Meter). Unter der Haube gibt es einen 2,3 Liter großen Turbomotor mit einem Leistungsvermögen von 131 bis 180 PS.

Toyota

Toyota positioniert sich im Bereich leichte Nutzfahrzeuge. In der Nutzfahrzeugstrategie der Japaner nimmt der neue Proace City eine wichtige Rolle ein. Der Kombi wurde zusammen mit der PSA Gruppe entwickelt. Zu haben ist er in zwei Längen – mit 4,40 Meter und 4,77 Meter. Je nachdem für welches Modell und Ausstattung sich entschieden wird, fasst das Modell zwischen 3,3 und 4,3 Kubikmeter Ladung. Eine mit Batterie elektrisch angetriebene Version soll Anfang 2020 bestellbar sein.

Die angebotenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge der SDH im Überblick:

Nutzfahrzeuge:

Nissan:

  • e-NV200
  • e-NV200 Evalia 5-Sitzer
  • e-NV200 Evalia 7-Sitzer

Renault:

  • Zoe Cargo
  • Kangoo Z.E.
  • Kangoo Z.E. Maxi 2-Sitzer
  • Kangoo Z.E. Maxi 5-Sitzer
  • Kangoo Z.E. Maxi Dopelkabiner
  • Master L1H1
  • Master L1H2
  • Master L2H2
  • Master L3H2

PKW:

Citroën DS:

  • DS 3 Crossback E-Tense

Hyundai:

  • Ioniq Elektro
  • Kona Elektro (KW 100/KW 150)

Nissan:

  • Leaf (KW 110/KW 160)

Renault:

  • Zoe R110/Z.E. 40
  • Zoe R110/Z.E. 50
  • Zoe R135/Z.E. 50

Hybrid- oder Elektrofahrzeug erwerben – Nachlass sichern

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Handwerk in Sachen umweltfreundlicher Mobilität auf einem guten Weg ist und sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt hat, um für die Zielgruppe auch in Zukunft eine Mobilitätslösung zu haben.

Beim Erwerb (Kauf, Finanzierung, Leasing) eines neuen Hybrid- oder Elektrofahrzeuges können Sie durch eine Abrufscheinbestellung bei der SDH Nachlässe beim gewerblichen Autokauf in Anspruch nehmen. Die Registrierung auf der SDH-Webseite ist unverbindlich und kostenfrei. Die modellbezogenen Nachlässe und weitere Details zu den Sonderaktionen können Sie nach Ihrer Anmeldung auf der SDH-Webseite im Handwerker-Nutzerbereich einsehen.

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